
Bei der Borreliose handelt es sich um eine Erkrankung, die durch die Bakterien Borrelia burgdorferi hervorgerufen wird. Diese können beim Pferd durch einen Zeckenbiss übertragen werden. In Europa ist meist der gemeine Holzbock Überträger der Infektion. Etwa jeder fünfte Holzbock trägt die Borreliose-Bakterien in sich. Der Holzbock selbst ist gegen die Bakterien resistent, beißt er jedoch ein Pferd, so werden sie über den Speichel in den Wirt übertragen.
Symptome
Da die Symptome eine Borreliose häufig schubweise auftreten und nicht sehr spezifisch sind, ist eine Borreliose vor allem am Anfang schwierig zu erkennen. In der ersten Zeit nach dem Zeckenbiss ähneln die Symptome denen eines grippalen Infektes. Neben Abgeschlagenheit, erhöhter Temperatur und Appetitlosigkeit können auch Gelenkprobleme, Schwellungen oder Lahmheiten auftreten. Bei unentdecktem Fortschreiten der Krankheit können dann auch Herz, Nieren und Nervensystem Schaden nehmen.
Diagnose
Bei Verdacht auf Borreliose solltest du in jedem Fall einen Tierarzt kontaktieren. Da eine Borrelieninfektion häufig nur schwer nachweisbar ist, reicht eine Blutuntersuchung oft nicht aus, um die Diagnose sicherzustellen. Häufig sind zusätzlich die Untersuchung von Gewebe oder Gelenkflüssigkeit notwendig.
Behandlung
Die Behandlung einer Borreliose erfolgt in der Regel durch die Gabe eines hochdosierten Antibiotikums, welches über mehrere Wochen verabreicht wird. Zudem ist es sinnvoll das Immunsystem des Pferdes zu stärken, um es dabei zu unterstützen, die Krankheit zu bekämpfen.
Prävention
Da Borellien erst etwa 24 Stunden nach einem Zeckenbiss übertragen werden können, sollte das Pferd, insbesondere nach einem Weidegang, zweimal täglich auf Zecken überprüft und diese gegebenenfalls entfernt werden. Zudem können spezielle Zeckensprays vor Bissen schützen.
In besonders gefährdeten Gebieten ist auch eine Schutzimpfung sinnvoll. Diese bietet einen Schutz vor den drei häufigsten Borreliose-Erregern.
