
Häufig beginnt ein Nabelbruch mit einer harmlos wirkenden Beule am Bauch des Pferdes. Doch Achtung! Aus dieser harmlosen Beule kann unbehandelt schnell ein lebensbedrohliches Problem werden.
Die meisten Nabelbrüche sind angeboren. Betroffene Pferde kommen schon mit einer zu großen Nabelpforte zur Welt. Durch die Nabelpforte verläuft die Nabelschnur des Fohlens. Diese reißt nach der Geburt des Fohlens und schrumpft nach und nach. Ist die Nabelpforte zu groß, oder schließt sich nicht innerhalb der ersten Lebenswochen, so bleibt in der Bauchhöhle ein Loch zurück, aus dem sich das Bauchfell herausbeult. Neben Bauchhöhlenflüssigkeit kann der Bruchsack auch mit kleinen Darmschlingen gefüllt sein.
Seltener sind erworbene Nabelbrüche. Sie können beispielsweise entstehen, wenn sich der Nabel direkt nach der Geburt entzündet uns sich die Nabelpforte aufgrund dessen nicht vollständig schließt. Bei tragenden Stuten kommt es manchmal zu einem Nabelbruch, wenn der Druck des schweren Fohlens auf die Bauchdecke zu groß ist und die Bauchdecke daraufhin reißt.
Wird ein Stück Darm zwischen Bruchsack und Rand der Bruchpforte eingeklemmt, kommt es zu starken Beschwerden beim Pferd. In diesen Fällen kann ein Nabelbruch auch schnell lebensbedrohlich werden.
Symptome
- Schwellung am Unterbauch
- Unruhe
- Zittern
- Starkes Schwitzen
- Wälzen
- Koliksymptome
Behandlung
In einigen Fällen kann sich ein Nabelbruch innerhalb der ersten Lebenswochen verwachsen. In diesen Fällen ist keine Behandlung notwendig. Dennoch sollte bei Verdacht auf einen Nabelbruch unbedingt immer ein Tierarzt kontaktiert werden.
Ist ein Nabelbruch behandlungswürdig, so ist eine operative Versorgung das Mittel der Wahl. Unter Vollnarkose wird der Bruchsack zunächst freigelegt und dann in die Bauchhöhle zurückgeschoben. Anschließend wird die Bauchhöhle an der Bruchpforte wieder vernäht. Anschließend müssen betroffene Pferde eine strickte Boxenruhe einhalten, um ein erneute reißen der Bauchnaht zu verhindern.
