
Die Hufbeinabsenkung beschreibt ein Krankheitsbild, bei der das Hufbein sich aus der Verankerung an der Hufwand löst. Der Abstand zwischen Hufwand und Hufbein wird größer, das Hufbein drückt auf die Sohlenlederhaut und schädigt und quetscht diese. Dadurch wird die Durchblutung und die Nährstoffversorgung der Sohlenlederhaut reduziert, es kommt zu Einblutungen im Sohlenhorn und das Hufbein schiebt sich samt Sohle nach unten.
Symptome
- Plötzliche, starke Lahmheit
- Fühligkeit
- Reduziertes Hufgewölbe
- Mangelnde Durchblutung des Hufes
- Hufrehe
Ursachen
- Hohle Hufwand
- Zu hohe Trachten
- Falsche Fütterung (zu viel Eiweiß)
- Trächtigkeit
- Fehlstellungen
Diagnose und Behandlung
Mithilfe einer Röntgenuntersuchung kann der Tierarzt erkennen, ob und wie weit sich das Hufbein bereits verschoben hat. Eine Hufbeinabsenkung ist mit guter Hufbearbeitung und -pflege durchaus behandelbar. Allerdings hängt das sehr von der Situation ab. An erster Stelle steht immer das Abstellen der Ursachen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Fütterung, die Hufbearbeitung und die Pflege gelegt. Von einem Hufbeschlag ist in dieser Zeit eher abzuraten. Hufschuhe können den Huf vor äußeren Einflüssen schützen. Zudem sollte dem Pferd eine natürliche Bewegung ermöglicht werden, da so das Hornwachstum angeregt werden kann. Bei akuten Schmerzen können zusätzlich Schmerzmittel eingesetzt werden. Ihr Einsatz sollte jedoch immer mit einem Tierarzt abgesprochen werden.
