
Bei der Afrikanischen Pferdepest handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche der Equiden. Durch die Aufnahme von Fleisch infizierter Tiere können sich Hunde ebenfalls anstecken. Auslöser der Krankheit ist ein Orbivirus aus der Familie der Reoviridae. Er wird durch blutsaugende Insekten übertragen.
In Deutschland konnte bisher kein Fall der Afrikanischen Pferdepest festgestellt werden. Die Seuche tritt besonders in einigen Teilen von Afrika auf, konnte aber auch in Spanien und Portugal bereits nachgewiesen werden.
Symptome
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 7-14 Tage, kann aber in Einzelfällen bis zu 40 Tage betragen. Je nach Verlauf unterscheidet man vier verschiedene Formen.
Lungenform:
- hochakut
- Fieber
- Schaumiger Nasenausfluss
- In fast 100% der Fälle tödlich
Herzform:
- Subakut
- Fieber
- Ödeme
- In 50-70 % der Fälle tödlich
Fieberform:
- Subakut
- Mild
- Leichtes Fieber
Mischform:
- Kombiniert die Symptome der Herz- und Lungenform
Diagnose
Bereits bei Verdacht auf Afrikanische Pferdepest ist die zuständige Veterinärbehörde zu informieren. Die Sicherstellung der Diagnose erfolgt über einen Bluttest.
Prävention
Die Vorbeugung der Afrikanischen Pferdepest besteht vor allem in der Unterbrechung von Infektionsketten. Ein großflächiger Einsatz von Insektiziden und die strikte Quarantäne aller Pferde in der Umgebung gehört ebenso dazu wie die Tötung infizierter Tiere.
Zudem ist es möglich, einzelne Pferde in gefährdeten Regionen zu impfen. Allerdings dauert es bis zu 6 Impfungen oder 8 Jahre bis sich eine belastbare Immunität entwickeln kann.
